Manchmal sind es die kleinen Innovationen, die unbeabsichtigt große Dinge bewirken. Der symbolische Flügelschlag eines Schmetterlings, der viele Äonen später ganze Kontinente verändert. Die Einführung der SMS als Steuerungskanal für Mobiltelefone, der Jahrzehnte später für veränderte Daumenphysiognomie bei Heranwachsenden sorgt.
Nicht jede kleine Innovation ist in ihrer Zeit aber sinnvoll, und manchmal wirkt es auch kontraproduktiv. Nehmen wir einmal das Urheberrecht für gedruckte Materialien, die in der universitären Lehre eingesetzt werden. Nach vielen Jahren der pauschalen Abrechnung von Wissenschaftsministerien mit der Verwertungsgemeinschaft Wort meint diese, jetzt wäre die Zeit gekommen, eine pay-per-use-Innovation einzuführen. In Zukunft soll jede Professorin und jeder Professor beim Hochladen der Unterrichtsmaterialien in das unieigene Moodle-System eine klitzekleine Eingabemaske ausfüllen, damit die VG Wort die korrekten 0.08 EUR für die achtseitige Publikation für 15 Seminarteilnehmer erhält. Ja, wir reden hier über Geldbeträge, die einer wirtschaftlichen Betracht des gesamten Aufwands für den einzelnen Vorgang nicht standhalten. Und wir reden über eine Innovation, die nur für Printmedien gilt, aber nicht für Filme und Töne, da die GEMA weiterhin pauschal abrechnet.
Werden die Professorinnen und Professoren meiner Universität also freudig diese Sonderlocke der VG Wort mitdrehen und jedes Mal die Eingabemaske ausfüllen? Hm. Wird die VG Wort damit mehr oder weniger Einnahmen als bei der früheren Pauschalabrechnung erzielen? Doppel-Hm. Im Fußball wäre das ein Eigentor. Aber ab dem 1.1.2017 soll es gelten. Und was tun wir jetzt?
Einfach. Was für Universitäten zu tun ist, liegt auf der Hand. In Zukunft werden wir nur noch Unterrichtsmaterialien einsetzen, welche frei von Lizenzgebühren zugänglich sind, für die also keinerlei Gebühren an die VG Wort abgeführt werden. Diese Materialien gibt es zuhauf und sie werden immer mehr. Das MIT stellt Open Course Ware seit 2001 online. Das Bundesministerium für Wissenschaft fordert und fördert die Open-Access-Publikation von Forschungsergebnissen, welche die Grundlage für universitäre Lehre sind. Und im Bereich Open Educational Resources tut sich in Deutschland mittlerweile eine ganze Menge, auch wenn es im internationalen Vergleich etwas gedauert hat.
Kleine Innovation, große Wirkung: welche Effekte sind zu erwarten. Die VG Wort nimmt derzeit jährlich ca. 1,2 Mio. EUR aus Intranetnutzungen an Hochschulen ein. Dieses Geld kann eingespart werden. Die VG Wort bekommt ca. 1 Mio. EUR weniger pro Jahr (bei Einnahmen insgesamt von 140 Mio. EUR verschmerzbar); die Wissenschaftsministerien der Länder können (zusammen!) 1 Mio. EUR mehr in die Unis stecken (also noch nicht mal eine Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters pro Bundesland).
Die Leidtragenden sind die Lehrbuchverlage und die Studierenden. Für Wissenschaftler ist es in Zeiten von "publish or perish" ohnehin kontraproduktiv, Aufwand in die Erstellung (nicht-englischsprachiger) Lehrbücher zu stecken. Der Bärendienst, den die VG Wort den Verlagen dadurch erweist, implizit OER in Deutschland zu pushen, wird die Verlagslandschaft in dem Bereich nachhaltig verändern.
What will remain of the campus university when teaching, research and administration are finally fully digitized?
Donnerstag, 22. September 2016
Mittwoch, 4. Mai 2016
Digitalisierung von Unis bei ARD Alpha Campus Magazin: Virtual Reality, Datensicherheit und Kiron
BR Alpha hat 3 Beiträge über die Digitalisierung von Universitäten erstellt, die auf der Webseite des Campus Magazins bzw. direkt unter diesen drei Links zu finden sind:
Den letzten Beitrag finde ich natürlich besonders spannend, weil er direkt auf meine früheren Blogbeiträge referenziert. Mein "Mem" von Kiron als iTunes der Lehre hat auch seinen Weg in den Beitrag gefunden...
1.
Virtual Reality an der Uni
http://br.de/s/2Fw09b7
2. Datensicherheit an der Uni
http://br.de/s/2Fx1SKy
3. Online-Uni Kiron
http://br.de/s/2Fvcyfn
http://br.de/s/2Fw09b7
2. Datensicherheit an der Uni
http://br.de/s/2Fx1SKy
3. Online-Uni Kiron
http://br.de/s/2Fvcyfn
Freitag, 1. April 2016
E-Science: Informatik ist Muss als Grundlage für alle Wissenschaften
Albert Einstein nutzte eine Kreidetafel. Heutige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler brauchen Informatik.
In den Erd- und Umweltwissenschaften liefern Satelliten und Sensornetzwerke kontinuierlich massive Datenströme. Von den Sentinel-Satelliten des Europäischen Copernicus-Programms werden beim Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) bis zu zehn Terabyte pro Tag archiviert und verarbeitet. Am Deutschen Klimarechenzentrum (DKRZ) wird durch Klimasimulationen ein jährliches Datenwachstum von etwa 75 Petabyte erzeugt.
Lebenswissenschaften wie Molekularbiologie, Biomedizin oder Lebensmitteltechnologie können durch die Untersuchung molekularer Prozesse auf der Basis von Genom-Daten ein neues Verständnis von Lebensvorgängen erreichen. Dies kann zu maßgeschneiderten Therapien in der Medizin führen oder die Züchtung robuster und ertragreicher Nutzpflanzen ermöglichen. Die dafür notwendige Datenmenge ist allein im European Bioinformatics Institute (EBI) von 15 auf 25 Petabyte im Jahr 2015 angestiegen.
Um die Datenmengen aktueller Forschung verarbeiten zu können, stellt z.B. die European Grid Infrastructure (EGI) 530,000 logische CPUs, 200 Petabyte Festplattenspeicher und 300 Petabyte Bandlaufwerke zur Verfügung. Diese Ressourcen werden gemeinschaftlich von 350 Rechenzentren in 56 Ländern der Welt betrieben. EGI ist nur möglich durch leistungsfähige Datenbanken, schnelle Rechnernetze und hohe Parallelität.
Die Ergebnisse der Informatik verändern in allen Wissenschaftsbereichen technologische Rahmenbedingungen und die Art und Weise wie Forschung durchgeführt wird. Sie verändern damit auch Kostenstrukturen und schaffen verbesserte Grundlagen für Forschung und Innovation. Studien zeigen, dass der Mehrwert einer effizienten IT-Infrastruktur um das Zwanzigfache höher sein kann als deren operationelle Kosten.
Sonntag, 21. Februar 2016
Rekombination oder Akkreditierung - für einen Weg müssen wir uns entscheiden
In einem früheren Blogeintrag habe ich Kiron als das iTunes der digitalen Hochschullehre bezeichnet, da es Studierenden ermöglicht, sich durch Rekombination von Lehrveranstaltungen ein eigenes Curriculum zusammenzustellen.
Oliver Janoschka hat mir daraufhin auf dem HFD-Slack entgegnet, dass das ja nichts Schlechtes sein muss. Immerhin geht es der Musikindustrie dank iTunes jetzt besser als vorher. Aus Nutzersicht ist mehr Flexibilität möglich und es geht wirklich um "Studierendenzufriedenheit". Außerdem belebt Konkurrenz das Geschäft und zwingt starre Universitätsstrukturen vielleicht zu mehr Innovation. Alles richtig.
Einen Punkt möchte ich dennoch machen, und der zieht sich am ungeliebten Thema "Akkreditierung" hoch. Es gibt viel Bürokratisches, Unausgegorenes und Überflüssiges einer Akkreditierung von Studiengängen, was jeder nachvollziehen kann, der wie ich als Gutachter oder Studiengangverantwortlicher einen Akkreditierungsvorgang einmal mitgemacht hat.
Es gibt jedoch eine Grundidee bei der Akkreditierung, die (1) jenen nicht so fern sein sollte, die schon einmal eine Marketingvorlesung gehört haben und (2) sich um AACSB, EQUIS oder ähnliche international anerkannte Siegel dreht. Im Prinzip sendet eine erfolgreiche Akkreditierung ein Qualitätssignal aus, welches zeigt: "hier gibt es eine durchdachte Ausbildung von A bis Z, mit zusammenpassenden Modulen, die jemand mit Verstand zu einem Studiengang zusammengesetzt hat". Das umfasst gute und schlechte Vorlesungen und Professoren, online-fähige und nur offline verfügbare. Es bildet eine Marke für das Curriculum, für den Standort, für die Gruppe aller Dozentinnen und Dozenten an diesem Standort. Wer Akkreditierung ernst nimmt, arbeitet genau an dieser Marke und an diesem Selbstverständnis. International werden diese Akkreditierungen als Grundlage für Hochschulkooperationen und Studierendenaustausche manchmal sogar vorausgesetzt.
Und jetzt kommen wir noch einmal zurück zur Rekombination von Lehrinhalten durch "Online-Universitäten". Wer genau setzt denn hier "mit Verstand" den Studiengang zusammen? Der Algorithmus? Der Studierende selbst (der nur bei höchst optimistischer Sichtweise nach Inhalten geht, ansonsten wie an der normalen Uni nach kolportierten Durchschnittsnoten)? Der Dozent, der dadurch in einen Zwiespalt kommt, seine Ressourcen auf die Studierenden seiner eigenen Universität (die vielleicht wegen des Qualitätssignals dorthin gekommen sind) und seine Onlinehörer verteilen zu müssen?
Wenn wir Rekombination a la Kiron ernst nehmen, dann brauchen wir ein neues Geschäftsmodell für die Akkreditierung. Sonst ist sie nicht nur nicht effizient, so wie jetzt, sondern wird auch nie effektiv. Entweder begreifen wir ein Studium als Persönlichkeitsbildung, dann macht es Sinn, am Ganzen zu arbeiten, an einer Folge aus Lehrveranstaltungen, die eben nicht durch den Studierenden selbst kuratiert werden, sondern durch den Lehrer. Das verlangt ein Qualitätssignal durch die Institution selbst. Oder wir Hochschullehrer werden Freelancer, liefern einem Dritten zu, der dann selber eine Marke bildet - ohne unser Zutun. Es liegt in unserer Hand.
Oliver Janoschka hat mir daraufhin auf dem HFD-Slack entgegnet, dass das ja nichts Schlechtes sein muss. Immerhin geht es der Musikindustrie dank iTunes jetzt besser als vorher. Aus Nutzersicht ist mehr Flexibilität möglich und es geht wirklich um "Studierendenzufriedenheit". Außerdem belebt Konkurrenz das Geschäft und zwingt starre Universitätsstrukturen vielleicht zu mehr Innovation. Alles richtig.
Einen Punkt möchte ich dennoch machen, und der zieht sich am ungeliebten Thema "Akkreditierung" hoch. Es gibt viel Bürokratisches, Unausgegorenes und Überflüssiges einer Akkreditierung von Studiengängen, was jeder nachvollziehen kann, der wie ich als Gutachter oder Studiengangverantwortlicher einen Akkreditierungsvorgang einmal mitgemacht hat.
Es gibt jedoch eine Grundidee bei der Akkreditierung, die (1) jenen nicht so fern sein sollte, die schon einmal eine Marketingvorlesung gehört haben und (2) sich um AACSB, EQUIS oder ähnliche international anerkannte Siegel dreht. Im Prinzip sendet eine erfolgreiche Akkreditierung ein Qualitätssignal aus, welches zeigt: "hier gibt es eine durchdachte Ausbildung von A bis Z, mit zusammenpassenden Modulen, die jemand mit Verstand zu einem Studiengang zusammengesetzt hat". Das umfasst gute und schlechte Vorlesungen und Professoren, online-fähige und nur offline verfügbare. Es bildet eine Marke für das Curriculum, für den Standort, für die Gruppe aller Dozentinnen und Dozenten an diesem Standort. Wer Akkreditierung ernst nimmt, arbeitet genau an dieser Marke und an diesem Selbstverständnis. International werden diese Akkreditierungen als Grundlage für Hochschulkooperationen und Studierendenaustausche manchmal sogar vorausgesetzt.
Und jetzt kommen wir noch einmal zurück zur Rekombination von Lehrinhalten durch "Online-Universitäten". Wer genau setzt denn hier "mit Verstand" den Studiengang zusammen? Der Algorithmus? Der Studierende selbst (der nur bei höchst optimistischer Sichtweise nach Inhalten geht, ansonsten wie an der normalen Uni nach kolportierten Durchschnittsnoten)? Der Dozent, der dadurch in einen Zwiespalt kommt, seine Ressourcen auf die Studierenden seiner eigenen Universität (die vielleicht wegen des Qualitätssignals dorthin gekommen sind) und seine Onlinehörer verteilen zu müssen?
Wenn wir Rekombination a la Kiron ernst nehmen, dann brauchen wir ein neues Geschäftsmodell für die Akkreditierung. Sonst ist sie nicht nur nicht effizient, so wie jetzt, sondern wird auch nie effektiv. Entweder begreifen wir ein Studium als Persönlichkeitsbildung, dann macht es Sinn, am Ganzen zu arbeiten, an einer Folge aus Lehrveranstaltungen, die eben nicht durch den Studierenden selbst kuratiert werden, sondern durch den Lehrer. Das verlangt ein Qualitätssignal durch die Institution selbst. Oder wir Hochschullehrer werden Freelancer, liefern einem Dritten zu, der dann selber eine Marke bildet - ohne unser Zutun. Es liegt in unserer Hand.
Mittwoch, 17. Februar 2016
Journalisten und Universitäten als Lotsen in Medien-Massen
In der aktuellen ZEIT vom 15. Februar 2016 ist ein Interview mit dem Verleger Georg von Holtzbrink zu lesen, der gefragt wurde, ob Digital der Tod der gedruckten Zeitung wäre und darauf folgendes antwortet:
"Die Reichweiten bei uns
steigen, wenn ich die echt verkauften Print- und Digitalabonnements zusammenrechne.
[...] Den Lesern geht es in dieser globalisierten und unruhigen Welt immer mehr um Orientierung.
Die erhält man nicht, wenn man sich nur aus der Masse der verfügbaren Informationen bedient.
Man braucht auch Zeitungen und Medien, die Unwichtiges von Wichtigem trennen, die sauber
recherchieren und treffend kommentieren. Das halte ich für viel, viel wichtiger als je
zuvor. Viele Menschen sind heute durch das Trommelfeuer der Negativ-Nachrichten so
verunsichert, dass ihnen jede Zuversicht fehlt oder dass sie gar Demagogen folgen.
Qualitätsmedien kommt die große Aufgabe zu, der Bevölkerung bei der Einordnung der Probleme
und Wirren zu helfen. Ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt."
Und jetzt ersetzen wir einmal: Leser durch Studierende und (Qualitäts)medien durch Universitäten bzw. Professoren. Dann liest sich das ganze so:
Frage: Sind digitale Lehrangebote der Tod der klassischen, physischen Universität?
Den Studierenden geht es in dieser globalisierten und unruhigen Welt immer mehr um Orientierung.
Die erhält man nicht, wenn man sich nur aus der Masse der verfügbaren MOOCs und Wikipedia bedient.
Man braucht auch Professorinnen und Professoren, die Unwichtiges von Wichtigem trennen, die sauber
analysieren und treffend kommentieren. Das halte ich für viel, viel wichtiger als je
zuvor. Viele Menschen sind heute durch das Trommelfeuer der Negativ-Nachrichten so
verunsichert, dass ihnen jede Zuversicht fehlt oder dass sie gar Demagogen folgen.
Universitäten kommt die große Aufgabe zu, Studierenden bei der Einordnung der Probleme
und Wirren zu helfen.
Professur = (von lateinisch profiteri in der Bedeutung „sich öffentlich als Lehrer zu erkennen geben“) = Meinung wagen.
Montag, 15. Februar 2016
Der digitale Dualismus und die Mensa
Aus dem sehr lesenswerten Buch von Eduard Kaeser: "Trost der Langeweile", S.36:
"[...] die Gleichung "offline = real" ist grundfalsch. [...] Diese Einsicht ist so umwerfend neu nicht, aber dennoch aufschlussreich. Denn sie unterstreicht den fundamentalen Punkt: es gibt nicht eine Welt des Physischen und eine Welt des Digitalen. Es gibt eine einzige Welt, in der Atome und Bits Platz haben. [...] Die "Mischexistenz" ist der Normalzustand. Wer am Morgen zu Kaffee und Gipfeli auf dem Tablet liest, exemplifiziert diesen Normalzustand in seiner vollen Banalität: er nimmt sowohl Atome als auch Bits zu sich."
Wie wahr. Eine digitale Universität hat keine Mensa. Aber in meiner Bayreuther Mensa sitzen die Studierenden mit Tablets in der Hand und diskutieren.
"[...] die Gleichung "offline = real" ist grundfalsch. [...] Diese Einsicht ist so umwerfend neu nicht, aber dennoch aufschlussreich. Denn sie unterstreicht den fundamentalen Punkt: es gibt nicht eine Welt des Physischen und eine Welt des Digitalen. Es gibt eine einzige Welt, in der Atome und Bits Platz haben. [...] Die "Mischexistenz" ist der Normalzustand. Wer am Morgen zu Kaffee und Gipfeli auf dem Tablet liest, exemplifiziert diesen Normalzustand in seiner vollen Banalität: er nimmt sowohl Atome als auch Bits zu sich."
Wie wahr. Eine digitale Universität hat keine Mensa. Aber in meiner Bayreuther Mensa sitzen die Studierenden mit Tablets in der Hand und diskutieren.
#hfd16 - das Pferd vom falschen Ende aufgezäumt?
Vor einigen Tagen war ich beim Klausurtag des Hochschulforum Digitalisierung in Berlin. Ich bin immer noch sehr beeindruckt von der Qualität der Gespräche und den klugen Expertinnen und Experten. Nicht alle Universitäten Deutschlands haben den Schuss schon gehört, fürchte ich. Diejenigen, die da waren, sind vermutlich eine Avantgarde - was durchaus heißen kann, dass man zu weit voraus ist und vor lauter Missionswillen über das Ziel hinaus schießt. Das will ich, auch für mich selbst, natürlich nicht ausschließen.
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| Pausenblick beim Hochschulforum Digitalisierung |
Auf der Rückfahrt von Berlin nach Bayreuth bin ich dann allerdings doch ins Grübeln gekommen. Warum habe ich mich den ganzen Tag nur über E-Learning und MOOCs unterhalten? War Digitalisierung nicht mal dieses Ding, das ganze Branchen mit einem Fingerschnipp eines disruptiven Geschäftsmodells über den Haufen wirft? Ein gesellschaftliches und kulturelles Phänomen, welches unser Leben von morgen ganz anders aussehen lässt als das von heute?
HFD fokussiert derzeit auf die Lehre an Hochschulen. Das ist zu kurz gedacht. Digitalisierung bedeutet Veränderungen in der Art, wie wir Forschung betreiben und wie wir Forschungsergebnisse in Lehrinhalte umwandeln. Digitalisierung bietet Chancen, um effizient zu arbeiten -- einerseits um den Aufwand, den wir heute betreiben (müssen), um die Organisation Universität am Laufen zu halten, zu verringern. Andererseits: Digitalisierung ist Teil einer Strategie einer Universität in Forschung und Lehre - Universitäten, die ihren Wissenschaftlerinnen keine digitalen Zugänge, Forschungsressourcen, Kooperationsmöglichkeiten usw. bieten können, werden im Wettbewerb um die klügsten Köpfe verlieren.
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